Messing
Messing ist eine goldfarbene Legierung aus Kupfer und Zink. Der Schmelzpunkt ist mit steigendem Zinkgehalt sinkend; ca. 900-925 C. Je nach Mischungsverhältnis variiert die Farbe von goldorange, bei hohem Kupferanteil bis hellgelb.

Messing ist etwas härter als reines Kupfer, jedoch nicht so hart wie Bronze, eine Kupfer-Zinn-Legierung. Auffallend ist die Farbähnlichkeit zu Gold.

Messingsorten mit mehr als ca. 70 Prozent Kupfer werden auch als Tafelmessing, Tombak oder Goldmessing bezeichnet. Der Name leitet sich vom malaysischen Namen für Kupfer, Tumbaga oder Tambaga, ab. Tafelmessing wurde in der Schmuckherstellung als Goldersatz benutzt.

Eine Kupfer-Zink-Nickel-Legierung heißt Neusilber. Nicht zu den Messingsorten gehört Rotguss, eine Kupfer-Zink-Zinn-Legierung. Messing ist nicht mit Bronze, einer Kupfer-Zinn-Legierung, zu verwechseln.

Weitere Messingsorten: Chrysorin, Cuivrepoli, Deltametall, Duranametall, Nordisches Gold, Prinzmetall, Rauschgold, Platine, Muntzmetall „yellow metal“.

Seither wurden daraus hauptsächlich Schmuck und Kunstgegenstände hergestellt. Im Mittelalter fertigte man sehr viele Gegenstände des Kunsthandwerks oder liturgische Gefäße aus Messing.

Auch heute wird Messing wegen seiner goldähnlichen Farbe für Verzierungen und Beschläge verwendet. Viele Blechblasinstrumente und einige Holzblasinstrumente werden aus Messing (CuZn30) oder Goldmessing (CuZn15) gefertigt. Einige Percussionhersteller bieten Cynellen aus Messing an.

Physikalische Eigenschaften
Kupfer-Zink-Legierungen sind nicht gesundheitsschädlich. Ihre Oberflächen wirken antimikrobiell, und es können sich keine Bakterien ansiedeln. Deshalb werden aus hygienischen Gründen in Einrichtungen mit starkem Publikumsverkehr in öffentlichen Gebäuden und Verkehrsmitteln, Türklinken, Tür- und Haltegriffe aus Kupfer-Zink-Legierung verwendet.

Oberflächenbehandlung
Fertigteile aus Kupfer-Zink- Legierungen werden wegen ihrer ansprechenden Eigenfarbe oft nur noch mechanisch, chemisch oder elektrochemisch behandelt. Fast alle Kupfer-Zink-Werkstoffsorten lassen sich gut mechanisch polieren sowie chemisch und elektrochemisch Glänzen. Die mit zunehmendem Zinkgehalt verbundene Legierungsverfestigung hat vor allem eine ausgezeichnete mechanische Polierfähigkeit.

Gebeizt wird in Salz- oder Schwefelsäurelösung, gebrannt und glanzgebrannt in Lösungen auf Salpetersäurebasis. Diese und weitere Verfahren bietet der Markt auch in Form von Fertiglösungen und Konzentraten sowie als Salze an. Die natürliche Eigenfarbe von Kupfer-Zink-Werkstoffen bleibt lange Zeit erhalten, wenn die Oberfläche farblos lackiert ist. Während für Innenanwendungen in geschlossenen Räumen farblose Zaponlacke ausreichenden Schutz gewähren, wendet man für außen der Atmosphäre ausgesetzte Oberflächen hochwertige Lacke auf Kunstharzbasis (z.B. Acryl-, Polyester-, Epoxid- und Polyurethanlacke) an. Eingefärbte Lacke führen zu besonderen Oberflächeneffekten. Sie werden z.B. zum Abtönen von Oberflächen in Richtung Bronze- und Goldfarben aufgebracht. Insbesondere das Kunsthandwerk bedient sich gern der Oberflächenveredlung durch chemisches Färben oder Emaillieren. Die dekorativ sehr wirksamen, goldgetönten Kupfer-Zink-Legierungen im Bereich von 5 bis 20 % haben ein vielseitiges Anwendungsgebiet in der Schmuckwarenindustrie gefunden. Doublé- und Modeschmuck. Als Werkstoff für Münzen sind Kupfer-Zink-Legierungen in vielen Ländern in Gebrauch.

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