Edelsteine
Edel- und Schmucksteine sind dem Menschen schon seit 10'000 Jahren bekannt. Die ersten Steine, die zu Schmuckzwecken verwendet wurden, waren Amethyst, Bergkristall, Bernstein, Granat, Jade, Jaspis, Koralle, Lapislazuli, Perlen, Serpetin, Smaragd, und Türkis.

Sie blieben den wohlhabenden Schichten vorbehalten, sie dienten als Statussymbol. Später dokumentierten die Fürsten und Könige mit den edelsteinbesetzten Kunstwerken ihre staatliche oder ständische Macht und Würde. Heute werden edle Steine weniger zur Schau gestellt, um Reichtum zu zeigen, sonder vielmehr zur eigenen Freude getragen oder auch aus Gefallen an Schönheit und Harmonie.

Beim Erwerb eines Edelsteins schwingt häufig eine gewisse Liebe für einen speziellen Stein mit. In alten Zeiten trugen die Edelsteine immer den Schleier des Geheimnisvollen, des Überirdischen mit sich. Sie waren fast immer auch Talisman und Amulett. Auch in unserer Zeit dienen Schmuck- und Edelsteine als Heilmittel bei Krankheiten und sonstigen Beschwerden.

Als Kapitalanlage sind von allen Edelsteinen eigentlich nur Diamanten geeignet. Diese haben sich tatsächlich trotz Kriegswirren, Wirtschaftsdepressionen, Regimewechsel und Währungsreformen über viele Jahrzehnte als wertbeständig erwiesen.

Ein Problem unserer Zeit sind die immer raffinierter hergestellten Nachahmungen der Edelsteine. Nachbildung von edler Materie hat es zwar schon immer gegeben, heute aber hat sich das Nachahmen zu einem umfangreichen Wirtschaftszweig mit nicht immer seriösem Hintergrund entwickelt.

Mohshärte der Edel – und Schmucksteine (Auswahl)
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Edelsteinformen


Schliffarten


Edelstein
Bei einigen Steinen ist es die Farbe, das Farbenspiel oder Glanz, was sie gegenüber ähnlichen Steinen heraushebt, bei anderen ist es die grosse Härte oder ein interessanter Einschluss, was das Besondere ausmacht. Selbstverständlich spielt auch die Seltenheit bei der Einstufung als Edelstein eine Rolle. Weil die geschätzten Eigenschaften der Edelsteine gewöhnlich erst durch Schleifen und Polieren richtig zur Wirkung kommen, sind wirkliche Edelsteine auch immer geschliffene Edelsteine. Schleifen und Polieren bedeutet Veredlung einer manchmal sonst unscheinbaren Rohware. Zum Tragen eignen sich vor allem härtere Steine.

Farbedelstein
Farbedelstein ist eine neuere Handelsbezeichnung für alle Edelsteine, auch für die nichtfarbigen, ausser der Diamant, früher Farbstein genannt.

Gemmologie
Gemmologie ist die Wissenschaft von Edelsteinen. Im deutschen Sprachraum ist der gleichwertige Begriff Edelsteinkunde bekannter.

Halbedelstein
Der Begriff Halbedelstein sollte wegen seiner abwertenden Bedeutung nicht verwendet werden. Früher meinte man damit die weniger wertvollen und nicht sehr harten Edelsteine, die man den „wirklichen“ Edelsteinen gegenüber stellte.

Imitation
Imitationen sind Nachahmungen von natürlichen oder synthetischen Edelsteine, ganz oder teilweise von Menschenhand gefertigt. Sie ahmen das Aussehen, die Farbe und die Wirkung ihrer Vorbilder nach, sie besitzen aber weder deren chemischen noch deren physikalischen Eigenschaften.

Juwel
Jedes Schmuckstück ist ein Juwel. Im engeren Sinn versteht man allerdings darunter ein Schmuckstück, das einen oder mehrere Edelmetall gefasster Edelsteine enthält. Gelegentlich werden auch geschliffene Edelsteine ohne Fassung als Juwelen bezeichnet.

Schmuckstein
Der Begriff Schmuckstein ist eine Sammelbezeichnung für alle schmückenden Steine und steinähnlichen Materialien. Das Wort Schmuckstein wird auch synonym für Edelstein schlechthin verstanden. Es ist zweckmässig, zusammenfassend von Edel- und Schmucksteinen als einen Begriff zu sprechen.

Synthetischer Edelstein
Synthetische Edelsteine, kurz Synthese genannt, sind kristallisierte, von Menschenhand gefertigte Produkte, deren physikalische und chemische Eigenschaften mit denen ihrer Edelstein- Vorbilder weitgehend übereinstimmen. Zu Unrecht werden vom Edelsteinhandel auch jene synthetischen Steine, die in der Natur kein Gegenstück haben, häufig dieser Gruppe zugeordnet. Tatsächlich gehören diese Steine zu den Imitationen.

Zirkon
Zirkon ist ein Mineral aus der Mineralklasse der Silicate und der Gruppe der Inselsilicate. Er hat eine vergleichsweise hohe Mohs Härte von 6,5 bis 7,5. Die natürliche Farbe von Zirkon variiert von farblos, goldgelb, rot bis braun, kann aber auch grün, blau oder schwarz sein. Strichfarbe ist weiß. Exemplare, die aufgrund ihrer Größe und Reinheit Edelsteinqualität zeigen, sind ein beliebter Ersatz für Diamanten, mit denen sie zuweilen verwechselt werden. Nicht zu verwechseln mit Zirkon ist Zirkonia, das ein synthetischer Ersatz für Diamant ist.

Zirkonia
Zirkonia ist eine beliebte Diamantimitation für Schmuck. Es handelt sich um künstlich hergestellte monokline Kristalle aus Zirconiumdioxid (Baddeleyit). Cubic Zirkonia, oder CZ abgekürzt, sind erstmals ca. 1937 in Erscheinung getreten. Aufgrund ihrer Härte von 7–7,5 auf der Mohsschen Härteskala und einem fortgeschrittenen Produktionsprozess, entwickelten sie sich zu hoch-qualitativen, kostengünstigen Schmucksteinen und sind heutzutage ein gefragter Artikel in der Schmuckindustrie.

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